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Am 10. Mai 2017 veröffentlichte der „Aktionsrat Bildung“ der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) das Gutachten „Bildung 2030“ - Veränderte Welt. Fragen an die Bildungspolitik". Die Kernbotschaft: Schulen müssen digitaler werden. Am Nutzen der Digitaltechnik bestehe kein Zweifel. Das Problem: In genau der Studie, auf der die Pressemeldung basiert, steht exakt das Gegenteil.

Tatsächlich heißt es auf Seite 78 des Gutachtens, „dass Grundschülerinnen und Grundschüler in Deutschland, in deren Unterricht mindestens einmal wöchentlich Computer eingesetzt werden, in den Domänen Mathematik und Naturwissenschaften statistisch signifikant niedrigere Kompetenzen aufweisen als jene Grundschulkinder, die seltener als einmal pro Woche Computer am Unterricht nutzten.“ weiter

 

Bildung im Fokus

Die Volksschule muss sich nun der Digitalisierung im Unterricht stellen.

Im Tätigkeitsprogramm der EDK 2015-2019 steht, dass im Jahr 2018 eine Strategie  zur Digitalisierung im Bildungsbereich zu erarbeiten sei. Ungeachtet dessen überbieten sich die Kantone mit Empfehlungen, Handreichungen und Konzepten. Millionen werden in die EDV-Infrastruktur, Software und WLAN Netze gebuttert.

Doch wie profitiert das Kind davon? Manfred Spitzer, der bekannte Hirnforscher und  Psychiater meint: "Betrachtet man die vorliegenden Studien sowohl aus Deutschland als auch international, so stellt man fest, dass digitale Medien die Noten der Schüler nicht verbessern sondern die Noten der Schüler entweder verschlechtern oder keinen Einfluss haben. mehr

In Graubünden erhielten die Gemeinden die Handreichung "Medien und Informatik". Bis 2021 müssen alle Schülern, vom  Kindergarten bis zur 9. Klasse, die Möglichkeit haben, Smartphones und Tablets im Unterricht zu nützen. Diese Veränderungen von Bildungseinrichtungen und Bildungsprozessen sind zu erwarten, wenn sich die Digitalisierung und Neue Lernkultur durchsetzen: "Es ist anhand der vorliegenden Daten klar abzusehen, dass die Digitalisierung von Bildungseinrichtungen sich eindeutig negativ auf den Schüler, dessen Bildung, Gesundheit und Sozialverhalten auswirken wird." (Manfred Spitzer 2017).

Ein Grossrat meinte zur Thematik, dass die Prävention zentral sei. Das Suchtpotential wird von ihm gesehen. Er sieht aber mehr Chancen als Risiken.   Alkohol ist in der Gesellschaft anerkannt. Dennoch gibt es eine Altersbeschränkung und bei der Prävention in der Schule , wird den Kindern  auch kein "Schnäpschen" ausgeschenkt, um sich langsam dran zu gewöhnen.

Wenn Beat Zemp. Präsident von LCH meint, dass die Kinder ihr Smartphone im Unterricht einsetzen sollen, dann geht er davon aus, dass jedes Kind ein solches besitzt.

Eltern werden es zukünftig noch schwerer haben, ihr Kind davor zu schützen. 

 

Weitere Informationen finden Sie unten:


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TOP NEWS: Digitale Bildung Bündner Tagblatt 23.09. 2017
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Mafred Spitzer
Risiken und Chancen Neue Medien in der
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Kanton Graubünden
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Volksschule Graubünden

Im März 2016 beschloss die Regierung, den Lehrplan21GR aufs Schuljahr 2018/19 einzuführen. Die grosse Mehrzahl der Lehrpersonen nahm dies zu Kenntnis. Gleichzeitig fingen Gemeinden an, ihre Schulhäuser umzubauen, so dass die Kinder kompetenzorientiert, individuell und selbst-organisiert in Lernlandschaften den Schulstoff abarbeiten. Der Lehrer wird zum Beobachter, führt Lernjournale und die Kinder üben sich in der Selbstreflexion.  Und das alles, ohne dass das Volk dazu befragt wurde.  Neue Lehrmittel werden wie der "Stein des Grals" gehütet.  Wo schon im Sinne und Geiste dieser Reform Schule stattfindet, sind die Ergebnisse schlicht ausgedrückt "ernüchternd". Deshalb wäre es wichtig, die funktionierenden Teile der Volksschule zu behüten, systembedingte Reformfehler möglichst gering zu halten und selbstbewusst in einen sachlich geführten Dialog einzusteigen. Grundlage dieser Diskussion sollten fachlich anerkannte Studien sein.

 

Hier finden Sie weitere Beiträge:  http://schuleschweiz.blogspot.ch/